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Jedes Teil ein Unikat

Pferdehaare sind ein erstaunlich robustes Naturmaterial, welches auch ohne den Einsatz von Färbemitteln bereits in unterschiedlichen Farben und Farbvarianten erhältlich ist. Da die Haare mehrfach gewaschen und entfettet sind, sind mir auch von Pferdehaarallergikern keinerlei negative Erfahrungen bekannt. Auch haftet den Gegenständen kein “Stallgeruch” mehr an, lediglich in nassem Zustand haben Pferdehaare einen Eigengeruch. Trocken sind sie jedoch geruchsneutral.

Ich verwende ausschließlich Mähnen- oder Schweifhaare, wobei ich die deutlich längeren Schweifhaare bevorzuge, denn für meine Verarbeitungstechniken gilt: je länger die Haare sind, desto leichter die Verarbeitung. Dabei beziehe ich die von mir verarbeiteten Haare meist von Horse Hair Design, da bekomme ich die Haare schon in praktisch zu verarbeitender Länge. Aber selbstverständlich ist es auch möglich, die Haare vom eigenen Pferd zu verarbeiten.

Einzelne Haare können selbstverständlich reißen, verzwirbelt man jedoch mehrere Haare miteinander, sind die so entstandenen Strähnen äußerst reißfest. Dazu bietet es sich allerdings an, Haare miteinander zu verzwirbeln, die etwa gleich lang sind. Deshalb schätze ich es, wenn ich Haare etwa so bekomme:

Pferdehaare im Strang

Aber selbstverständlich ist es auch kein Problem, Haare vom eigenen Pferd zu verarbeiten, bedeutet dann nur etwas mehr Sortieraufwand, um möglichst gleichlange Haare miteinander zu verzwirbeln.

Genau wie beim Menschen unterscheiden sich auch Pferdehaare in ihrer Dicke und Struktur. Grob gilt, je heller die Haare sind, desto dünner sind sie auch. Möchte man also ein Werkstück mit verschiedenen Farben anfertigen, ist es wichtig auch gleich dicke Strähnen zu zwirbeln. So kann es also sein, dass man schwarze Strähnen mit je 10 Haaren zwirbelt, dazu aber weisse Strähnen aus jeweils 12 Haaren kombiniert. Aber auch Haare gleicher Farbe aber von unterschiedlichen Pferden können sich deutlich in Dicke und Struktur unterscheiden. Die richtige Mischung ergibt also ein schön gleichmäßiges Werkstück.

Pferdehaare lassen sich auf unterschiedliche Arten verarbeiten. Die wohl bekanntesten Verarbeitungsarten sind das Flechten und das Hitchen. Geflochten ergeben sich entweder flache Stränge oder Stränge mit entweder rundem oder quadratischem Querschnitt. Gerade für Gürtel, Körbchen oder verschiedene Armbänder eignen sich Stränge mit quadratischem Querschnitt, da diese für das fertige Werkstück entsprechend zusammengenäht werden können.

Die interessanteren, filigraneren Muster jedoch lassen sich besser beim Hitchen erzielen. Bei dieser Knotentechnik werden die Pferdehaare um einen Baumwollfaden geschlungen, der sich Runde um Runde um einen Stock wickelt. Dadurch ergibt sich eine Art Schlauch, welcher dann für Gürtel z.B. nach dem Hitchen und Entfernen des Stockes platt gepresst wird, so dass sich eine Vorderseite und eine Rückseite ergibt.

halb gehitcht PS

Aufgrund der speziellen Verarbeitungstechnik sind gehitchte Gürtel auch etwas elastisch. Dadurch sitzen sie fest, wenn man sie trägt und dabei aufrecht steht, Setzt man sich jedoch hin, geben sie ein wenig nach, so dass auch im Sitzen der Gürtel nicht unangenehm spannt.

Die hier gezeigten Objekte sind alle in Handarbeit gefertigt, es sind alles Einzelstücke, kein einziges Teil ist wie das andere.
Bei Interesse gerne eine Nachricht an info [at] pferdehaaremalanders.de, Preise auf Anfrage.

Viel Spaß beim Stöbern!

 

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